Alternativen zum Rettungsdienst Studium

Wer sich mit seinem Studium oder Weiterbildung nicht auf Rettungsdienst festlegen will und sich lieber etwas breiter aufstellen möchte, ist mit einer Weiterbildung im Gesundheits- und Sozialwesen gut beraten. Mittlerweile sind viele Bildungsanbieter dazu übergegangen eine Spezialisierung auf das Gesundheits- und Sozialwesen anzubieten. Zwar unterscheidet sich das Management eines Krankenhaus oder Seniorenheimes von einem Rettungsdienst, aber alle Themenbereiche sind Teildisziplinen des Gesundheits- und Sozialwesens und unterliegen den gleichen Rahmenbedingungen. Daher werden wichtige Inhalte wie etwa Controlling und Personalmanagement in allen Disziplinen vermittelt. Ohne den Fokus auf den Rettungsdienst hat man so auch die Möglichkeit im Management eines Krankenhauses, bei Krankenkassen, Sozialverbänden usw. unterzukommen.

Eine solche Weiterbildung kann man als Rettungsdienstler bspw. an einer Industrie- und Handelskammer oder bei einer Wirtschafts- und Verwaltungsakademie absolvieren. Beide Anbieter sind über ganz Deutschland verteilt und zählen zu den beiden wichtigsten Bildungsanbietern im kaufmännischen Bereich.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten neben den gängigen Ausbildungsberufen auch eine Reihe von kaufmännischen Weiterbildungen mit mehreren Qualifikationsstufen an. Für das mittlere Management kann man sich nach einer Berufsausbildung (bspw. Rettungsassistent oder Notfallsanitäter) berufsbegleitend, im Fernstudium oder in Vollzeit zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK) weiterbilden. Der geprüfte Betriebswirt (früher Betriebswirt IHK) soll auf gehobene Managementaufgaben vorbereiten und ist zugleich die höchste Qualifikationsstufe. Für Rettungsassistenten die Ihre Zukunft nicht nur im Rettungsdienst sehen, ist dieser Weg eine hochwertige Alternative zum akademischen Studium an einer Hochschule. In jeder größeren Stadt gibt es eine IHK, die über verschiedene Weiterbildungen informiert.

Der Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien e. V. wurde 1950 in Nürnberg gegründet und ist mit über 100 Standorten in ganz Deutschland vertreten. Die Weiterbildungen der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien sind in der Wirtschaft hoch angesehen und genießen einen guten Ruf. Insgesamt haben VWA-Absolventen gute Karrieremöglichkeiten, nicht zuletzt durch die Kombination von Berufspraxis und berufsbegleitender Lehre. Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter können einen Schwerpunkt auf das Gesundheitswesen legen und so eine Karriere im Rettungsdienstmanagement forcieren. An manchen Standorten kann vor dem Betriebswirt VWA auch eine Weiterbildung, bspw. zum Gesundheits- und Sozialökonom (VWA) absolviert werden.

Beide Weiterbildungswege – VWA oder IHK – eröffnen Rettungsassistenten auch den Weg zu einem Bachelor- oder Masterabschluss. Wer nach einem Bachelor noch einen Masterabschluss anstrebt, ist mit einem Master mit dem Schwerpunkt Gesundheitsmanagement auf einem guten Weg in einem Wachstumsmarkt in gehobenen Positionen Fuß zu fassen.