Rettungsdienstmanagement - Studium oder Weiterbildung für Rettungsassistenten

Rettungsdienstmanagement.de informiert Sie über Weiterbildungsmöglichkeiten für Rettungsassistenten, die sich beruflich weiterentwickeln wollen. Der Fokus liegt hier auf kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen für Rettungsassistenten. Hier lesen Sie welche Chancen und Karrierewege sich für Sie als Rettungsassistent, auch außerhalb des Rettungsdienstes bieten.

Nach einigen Jahren beruflicher Tätigkeit im Rettungsdienst und diversen rettungsdiensttypischen Weiterbildungen bspw. als Lehrrettungsassistent, Desinfektor, MPG-Beauftragter oder organisatorischer Leiter stellt sich die Frage, ob man diesen Job auch die nächsten Jahre machen möchte und kann. Die anfängliche Euphorie ist verflogen, die Routine im Job hat einen voll erwischt. Vielleicht höchste Zeit für den einen oder anderen sich aktiv mit der Zukunft zu beschäftigen? Zu spät ist es nie und selbst die weiteste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Diesen haben Sie bereits getan in dem Sie durch eine Suchmaschine oder Link auf dieser Seite gelandet sind. Schon jetzt werden in fast allen Stellenausschreibungen für Führungskräfte im Rettungsdienst bspw. als Rettungswachenleiter oder Leiter Rettungsdienst kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt. Der Bedarf an betriebswirtschaftlich ausgebildeten Rettungsassistenten wird weiter zunehmen. Im folgenden Verlauf finden Sie viele kaufmännische Weiterbildungsmöglichkeiten für Rettungsfachpersonal auch ohne Abitur.

Rettungsdienstmanagement - kaufmännische Weiterbildung oder akademisches Studium?

Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Beides ist möglich. Die Donau-Universität Krems in Österreich ist eine staatliche Weiterbildungsuniversität und die einzige Hochschule in Europa die einen deutschsprachigen Studiengang Rettungsdienstmanagement im Fernstudium anbietet. Durch das modulare System können zunächst Zertifikatskurse belegt werden, die später - sollte man sich doch für einen Masterabschluss entscheiden - angerechnet werden. Dieses Modell bietet sich für Interessenten an, die sich noch nicht endgültig festlegen wollen und erst einmal testen wollen, ob Sie mit den hohen Anforderungen zurechtkommen.
Einen anderen Weg bestreitet die Führungsakademie Orgakom. Hier kann man sich berufsbegleitend in zwei Jahren zum Rettungsdienstmanager ausbilden lassen. Durch das modulartige System kann man sich danach zum Sozialbetriebswirt weiterqualifizieren. In Kooperation mit der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin ist es sogar möglich einen akademischen Bachelorabschluss zu erlangen.

Ist jede Weiterbildung oder Spezialisierung auf Rettungsdienstmanagement sinnvoll?

Viele Rettungsdienstschulen bieten eine Ausbildung zum Rettungswachenleiter oder Rettungsdienstleiter an. Hier von einer "Ausbildung" zu sprechen, scheint nicht zielführend zu sein. Es werden zwar rettungsdienstrelevante Themen wie Dienstplangestaltung, rechtliche Ramenbedingungen, Personalführung usw. behandelt. Aber alleine schon der zeitlich Umfang der sich zwischen einer und fünf Wochen bewegt, stellt den Nutzen und die Kosten in eine ungünstige Relation. Darüber hinaus sollte man sich überlegen wo man sich in ein paar Jahren beruflich sieht? Will man im Rettungsdienst Karriere machen oder nutzt man eine Weiterbildung oder gar Studium für einen Ausstieg aus dem Rettungsdienst. Rettungsdienstmitarbeiter gelten in der Wirtschaft als besonders stressresistent, belastbar und teamfähig. Ein Umstand den man bei einem Wechsel in die freie Wirtschaft unbedingt selbsbewußt im Hinterkopf haben sollte. Wenn Sie tatsächlich mit dem Gedanken spielen in eine andere Branche einzusteigen konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf das Management im Rettungsdienst. Nutzen Sie eine der zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten, die im folgenden Text aufgeführt werden.

Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK)

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten neben den gängigen Ausbildungsberufen auch eine Reihe von kaufmännischen Weiterbildungen mit mehreren Qualifikationsstufen an. Für das mittlere Management kann man sich nach einer Berufsausbildung (bspw. Rettungsassistent) berufsbegleitend, im Fernstudium oder in Vollzeit zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK) weiterbilden. Der geprüfte Betriebswirt (früher Betriebswirt IHK) soll auf gehobene Managementaufgaben vorbereiten und ist zugleich die höchste Qualifikationsstufe. Für Rettungsassistenten die Ihre Zukunft nicht nur im Rettungsdienst sehen, ist dieser Weg ein hochwertige Alternative zum akademischen Studium an einer Hochschule. In jeder größeren Stadt gibt es eine IHK, die über verschiedene Weiterbildungen informiert.

Gesundheits- und Sozialökonom (VWA) oder Betriebswirt (VWA)

Der Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien e. V. wurde 1950 in Nürnberg gegründet und ist mit über 100 Standorten in ganz Deutschland vertreten. Die Weiterbildungen der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien sind in der Wirtschaft hoch angesehen und genießen einen guten Ruf. Insgesamt haben VWA-Absolventen gute Karrieremöglichkeiten, nicht zuletzt duch die Kombination von Berufspraxis und berufsbegleitender Lehre. Rettungsassistenten können einen Schwerpunkt auf das Gesundheitswesen legen und so eine Karriere im Rettungsdienstmanagent forcieren. An manchen Standorten kann vor dem Betriebswirt VWA auch eine Weiterbildung, bspw. zum Gesundheits- und Sozialökonom (VWA) absolviert werden. Beide Weiterbildungswege - VWA oder IHK - eröffnen Rettungsassistenten auch den Weg zu einem Bachelor- oder Masterabschluss.